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Beißreflex: Das WM-Studio in der SZ

Gebührengeld ist Gebührengeld ist verschwendet. So war es schon immer in der Süddeutschen Zeitung und so bleibt es auch, wenn ARD und ZDF uns jeden Abend auf den Strand von Rio schauen lassen.

Von Michael Meyen

Was war das für ein Gejaule vor zwei Jahren. Das ZDF auf Usedom. Strandkörbe, nur mit Rentnern zu füllen, dazu Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn, so unterhaltsam wie ein Stück Titan. Alles vorbei, alles vergessen. Ralf Wiegand schwärmt heute (am 16. Juni) in der Süddeutschen von 2012 und prügelt auf die WM-Kulisse von ARD und ZDF ein. „Irre schön“ sei dieser Standort zwar, klar, aber mehr auch nicht. „Er schwebt sehr hoch über den Dingen und den Menschen, ist den Polizeihubschraubern am Himmel gelegentlich näher als den Demonstranten auf den Straßen.“ Außerdem sei alles austauschbar: virtuelle und reale Welt, ARD und ZDF, Welke/Kahn und Opdenhövel/Scholl. Witzeln sich doch tatsächlich „souverän durch die langen WM-Strecken“, diese beiden Duos. Nicht auszuhalten. Bei der SZ träumt man nicht von Stränden, sondern klärt auf. Gebührenverschwendung. Punkt. Auch wenn die Miete geteilt wird und die Fernsehleute ihr Handwerk beherrschen.

Über Michael Meyen

Professor für Kommunikationswissenschaft an der LMU

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15. Juni 2014 von in Gelesen und getaggt mit , , , , , , , , .

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