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Arte in München: „Meine Stadt“

In der Doku-Reihe „Meine Stadt“ präsentiert Architekt Jakob Dunkl kontroverse Bauwerke in europäischen Großstädten. Dieses Mal: Unser geliebtes München.

Von Andrea Lindner

Jakob Dunkl ist Architekt aus Leidenschaft. Er bereist die Welt, um neue und visionäre Bauwerke zu erkunden. In dieser Episode verschlägt es ihn in die bayrische Landeshauptstadt München. Dort trifft er Museumsdirektoren, Architektenkollegen und Bürger, um mit ihnen über die architektonischen Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren.

Jakob Dunkl (re.) im Gespräch mit Matthias Mühling (li.), dem Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, über den Erweiterungsbau von Sir Norman Foster.

Jakob Dunkl (re.) im Gespräch mit Matthias Mühling (li.), dem Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, über den Erweiterungsbau von Sir Norman Foster. (Quelle: BulitBy)

Voller Enthusiasmus stürzt er sich in das Leben Münchens. Er will den Gegensatz und die Symbiose von Tradition und Moderne spüren. Seit 1158 gibt es München bereits, die historische Stadt besteht jedoch nicht nur aus historischen Gebäuden. In immer mehr Bauwerken wird die architektonische Zukunft der Stadt deutlich. Schon zu Beginn der Doku bekommt das Publikum beeindruckende Luftaufnahmen zu sehen – auf denen selbst der eingefleischte Münchner noch Neues entdecken kann und auf denen der Gegensatz von Neu und Alt sehr gut zum Vorschein kommt.

Der Rundgang durch das architektonische München

Seinen Rundgang startet der Architekt im berühmten Kunstareal um die Alte und die Neue Pinakothek, dem kulturellen Herzstück Münchens. Dunkl ist begeistert von den vielen freien Flächen. Der Direktor des Lenbachhauses führt den Moderator schließlich durch sein erweitertes Museum und erklärt ihm: „Man fühlt sich nicht wie in einem Museum, sondern man ist zu Hause. Bei einem sehr sehr reichen Mann, der sich ein eigenes Museum leisten kann. Das ist die Idee der Architektur.“

Anschließend ein kurzer Abstecher in das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst und die Hochschule für Fernsehen und Film. Im exklusiven Vorort Grünwald geht der Architekt der Frage nach, wie man dort wohnt, wenn man sich in moderner Architektur wohl fühlt. Dort gibt es scheinbar schwebende Haushälften und Lichtspiele in einem hochtechnisierten Gebäude zu entdecken.

Meilenstein der Architekturgeschichte

Das Olympiagelände von 1972 ist ein Meilenstein für Architekten. Die Gesamtplanung unter der Leitung von Günter Behnisch und die leichten Zeltdächer von Frei Otto schafften ein positives, freundliches Bild von Deutschland.

Das Olympiagelände von 1972 ist ein Meilenstein für Architekten. (Quelle: BulitBy)

Am Ende seines Stadtspaziergangs besucht er einen Meilenstein der Architekturgeschichte: Das Olympiagelände von 1972. „Die leichten Zeltdächer stehen für Weltoffenheit und ein freundliches Deutschland, das alle Willkommen heißt“, sagt Dunkl.

Zum Schluss ist er einfach nur begeistert von der „pulsierenden facettenreichen Großstadt“. Als kleinen Tipp gibt er aber allen auf den Weg: „Ihr braucht genug Zeit, um diese Stadt voll und ganz zu erleben. Um alle städtebaulichen Highlights zu entdecken. Aber es lohnt sich. Wirklich!“ Und auch die Arte-Doku lohnt sich. Wirklich! Auch für alle Münchner – ihr werdet eure Stadt ganz neu entdecken.

Über Andrea Lindner

Andrea (22) studiert an der LMU München Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Neben dem Studium arbeitet sie u.a. für die SZ oder focus.de

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 5. Juli 2014 von in Gesehen und getaggt mit , , , , .
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